Das Jahrbuch 2015

Im neuen Jahrbuch findet ihr die wichtigsten Ereignisse, Fahrten, Exkursionen der letzten zwei Jahre.
Es sind alle Klassen und Kurse von der Grundschule bis zum Abitur im Heft in Farbe und guter Qualität abgebildet.
Verkauf: in den großen Pausen beim Hausmeister 

Preis: 10 €

Das Theaterprojekt der 11. Klassen

In der zweiten Schulwoche gab es ein besonderes Projekt für die 11. Klassen. In Kooperation mit dem Verein TheaterKunstSchule durften die Elftklässler sich in verschiedenen Workshops kleine Szenen zum Thema Fremd und Vertraut erarbeiten. Dabei wurden Tanz- und Bewegungselemente mit gesprochenem Dialog verbunden, so dass eine vielfältige Collage von verschiedenen Szenen entstand, welche bei einer Aufführung dem staunenden Publikum vorgeführt wurde.

Die Bühnenbildgruppe, die Objekte und sogar ganze Menschen in Plastik nachbildete, unterstützte die Aufführung mit einem interessanten Bühnenbild und kümmerte sich sogar selbstständig um Ton, Licht und Technik. Insgesamt war das Projekt eine spannende und bereichernde Erfahrung, welche die Elftklässler sicherlich nicht so schnell vergessen werden.

Tina Harnischfeger

Wirtschaftspraktikum – “schola pecuniaria”

Im Juli 2015 wurde das Projekt “schola pecuniaria” erstmals an der ESN mit Hilfe des Wirtschaftswissenschaftlers Herrn Professor Schruff durchgeführt. Ziel war es, den Schülern der Oberstufe Kenntnisse aus dem Bereich der Geldwirtschaft nahezubringen, die in den Rahmenplänen der Fächer Geschichte und Politik nur in zu geringem Maße Berücksichtigung finden.

Zu den Themen gehörte die private Finanzplanung ebenso wie ein Einblick in die Zusammenhänge internationaler Finanzmärkte. Mit seiner offenen und freundlichen Art gelang es Herrn Professor Schruff, auch komplexere Sachverhalte zu vermitteln. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Plastik – weniger ist mehr

Der 12. Jahrgang der Evangelischen Schule Neukölln hat sich in den letzten Wochen vor den Ferien intensiv mit dem Thema „Kunststoff“ beschäftigt. Dabei sind wir vor allem auf die Auswirkungen des Kunststoffkonsums auf die Umwelt und den Menschen eingegangen.

Um die Mitschülerinnen und Mitschüler über die Folgen der Nutzung von Plastik zu informieren, hat der 12. Jahrgang in seinem Projekt „Plastik – weniger ist mehr“ unter anderem eine Ausstellung zum Thema Plastik vorbereitet. Das Ziel dieser Ausstellung ist es, den bewussten Umgang der Schülerinnen und Schüler mit Plastik nachhaltig zu fördern.

Durch eine Reihe von Vorträgen in den einzelnen Klassen wurden die Schülerinnen und Schüler über den Kunststoffkonsum aufgeklärt und das Projekt einer „Schulflasche“ aus Glas vorgestellt. Dies ist wichtig, da gelöste Inhaltsstoffe aus Plastikflaschen und anderen Plastikprodukten den Hormonhaushalt stören können und so Stoffwechselkrankheiten und  Impotenz begünstigen.

Laut der IS Foundation gelangen ca. 10% aller Plastikflaschen in die Ozeane. Dort werden sie durch Umwelteinflüsse immer weiter zerkleinert, bis hin zu Mikropartikeln. Kleine Kunststoffteile werden von Fischen aufgenommen, diese Fische als auch die folgenden Glieder der Nahrungskette werden massiv geschädigt, letztendlich landet der Kunststoff auch in unseren Mägen.

 

Friedenslauf 2015

Das Brandenburger Tor vor strahlend blauem Himmel und die Straße des 17. Juni gesäumt von jungen, motivierten Läufern. Es hätte wohl keine schönere Kulisse für den diesjährigen Friedenslauf geben können, der am 12. Juni 2015 sein 10-jähriges Jubiläum feierte.

Da durfte die ESN natürlich nicht fehlen: Dank der Organisation von Otto Fenner und den vielen, fleißigen Lehrkräften und Erziehern der Grundschule nahmen auch in diesem Jahr wieder mehr als 300 Schülerinnen und Schüler der ESN daran teil. 90 Minuten hatten sie Zeit den über 1 km langen Rundkurs so oft wie möglich zu durchlaufen. Das kostete zwar viel Schweiß, Anstrengung und auch die ein oder andere Blase am Fuß, doch am Ende dominierten zufriedene Gesichter, stolze Läufer und alle Teilnehmer wurden mit einer Urkunde und einem kleinen Präsent belohnt.

Das tolle daran: Durch die großzügigen Spenden von Eltern, Großeltern und Freunden der Läufer bringt beim Friedenslauf jede Runde bares Geld, welches dann dafür genutzt wird, Menschen in Not zu helfen. Dieses Jahr werden vor allem syrische Flüchtlinge im Libanon unterstützt, die aufgrund des anhaltenden Krieges ihr Land verlassen mussten.

Während die Raben, die Störche, die Eulen und wie sie alle heißen, tapfer Runde für Runde drehten, verausgabten sich auch die Klassen der Juniorstufe bis zum letzten. So erliefen die Sportskanonen der 5a von Frau Weber beispielsweise insgesamt über 150 Runden zusammen. Da klingelte es im Kässchen. Auf ein neues im nächsten Jahr. Wir freuen uns…

Axel Kästle

 

Heute Schule – morgen Arbeit?

Filmprojekt des Profilkurses Kunst, 11. Jg, mit dem Haus der Kulturen der Welt

In Zusammenarbeit mit vier Berliner Schulen und der selbstorganisierten Fimschule „Filmarche“ entstand das Projekt „Heute Schule, morgen Arbeit“, in dem sich Schüler filmisch mit dem Thema Arbeit auseinandersetzten.

Die Ausstellung „Eine Einstellung zur Arbeit“ von Antje Ehrmann und Harun Farocki im Haus der Kulturen der Welt bildete hierfür den Rahmen. Gemeinsam mit Fimemacherinnen aus 5 Kontinenten hatten Ehrmann und Farocki in Workshops erkundet, was man heute unter Arbeit versteht. Entstanden sind dabei über 400 ein- bis zweiminütige Filme, die in nur einer Einstellung gedreht wurden und Einblicke in die Arbeit unserer globalisierten Welt eröffneten. In Form und Inhalt beziehen sich die Filme auf den filmgeschichtlichen Klassiker „Arbeiter verlassen die Lumiere Werke“ von 1885.

Was verstehen Schüler unter Arbeit, wie stellen sie sich Arbeit heute und in Zukunft vor – dies waren Fragen, die zusammen mit den Filmemacherinnen Katja Berls und Aline Reinsbach von der Filmarche in dem Projekt erörtert und filmisch mit den Handykameras der Schüler umsetzt wurden. Herausgekommen sind sehr unterschiedliche Filme, in denen z. B. das eigene Umfeld (die Mutter, der Trainer, der Musiklehrer), handwerkliche Betriebe (Elektriker, Schneider, Schuster, Imker) oder auch auch moderne oder zukünftige Berufe (Pro-Gamer, Zahntechniker) im Fokus standen.

Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Abschlussveranstaltung im HKW präsentiert und sind auf dem kids & teens-Youtube-Channel zu betrachten. Danke an alle Beteiligte, vor allem an die beiden Filmemacherinnen.

Bienenvölker an der ESN

Seit dem 21. Mai 2015 gibt es an der ESN zehn Bienenvölker. Es handelt sich um sogenannte Ableger. Dies sind kleine Völker mit neuen Königinnen, die im ersten Jahr nur wachsen und dann im kommenden Jahr stark sind und den ersten ESN-Honig produzieren werden. Im Hinterhof haben wir einen gut geeigneten Standplatz für die fleißigen Neuankömmlinge gefunden.

In diesem Jahr werden einige Führungen stattfinden, ab 2016 können die SchülerInnen im Rahmen einer Bienen-AG das Imkern lernen. Die Betreuung der Völker und die Organisation der AG übernimmt der Biologe Dr. Caspar Schöning, dessen Tochter die ESN-Grundschule besucht. Wir freuen uns sehr über die Bereicherung des Lehrangebots und hoffen auf reiche Honigernten in den nächsten Jahren.

Tag der offenen Tür 2015

Wenn in der Küche abends noch geschnippelt und gegart wird, die Räume der Naturwissenschaften hell erleuchtet sind und sich im Kunstraum die Neugierigen um gemalte Bäume und andere Kunstwerke sammeln, ist es mal wieder soweit: Eltern und Schüler anderer Schulen haben die Möglichkeit, die ESN von ihrer besten Seite kennenzulernen. Es wird gezeigt, was alles bei uns zu lernen und zu erfahren ist. 

Schülerguides in leuchtend grünen Warnwesten geleiten durch das Schulgebäude und erklären, wo es lang geht. Man trifft aber auch jede Menge Bekannte und Freunde, denn viele der Interessierten kommen durch Empfehlungen, oder sind bereits ESNler und möchten es auch gerne in der nächsten Schulstufe bleiben. Denn es ist ja ein Vorteil, dass hier vom ABC bis zum Abi alles geboten wird.

Künstlerische Werkstatt

Vom 10. bis 13. Februar 2015 fand im Rahmen der Künstlerischen Werkstätten eine Werkstatt zum Thema „Experimentelles Selbstporträt“ an der Evangelischen Schule Neukölln statt. 9 Schülerinnen unseres 10. Jahrgangs und 2 Schülerinnen aus einer 8. Klasse der Röntgenschule fotografierten, malten, zeichneten, collagierten, klebten und nähten mit den vielfältigsten Materialien.

Die Teilnehmerinnen arbeiteten sehr intensiv und selbstständig, um zu einem individuellen Ausdruck ihres Selbstporträts zu gelangen. Hochmotiviert und engagiert arbeiteten sie bis zur letzten Minute und kamen zu sehr überraschenden, humorvollen und ausdrucksstarken Porträts. Es hat Spaß gemacht mit euch zu arbeiten! Oder wie eine Schülerin sagte: „Das war swag!“

Projekttage zum 1. Weltkrieg

Waffen oder Bergpredigt?

Mit diesem Projekt versuchte sich die ESN an einem stufenübergreifenden Vorhaben: In 32 kleinen Workshops beschäftigten sich jeweils 14-15 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7-13 mit einem Thema ihrer Wahl. Gemeinsam sollten sie sich ein möglichst lebendiges Bild von dem 1. Weltkrieg und seinen Folgen erarbeiten und ihre Ergebnisse in Form eines kurzen Bühnenauftritts oder eines Ausstellungsbeitrages präsentieren. Da der Erste Weltkrieg als erster „totaler Krieg“ sämtliche Bereiche der Gesellschaft erfasste und prägte, bestand für jeden Fachbereich unserer Schule die Möglichkeit, sich diesem Thema mit eigenen Fragestellungen zu nähern. Entsprechend vielfältig waren die Workshop-Angebote: Vom Soldatenalltag über expressionistische Malerei, Tanz und Musik bis hin zur Kriegspropaganda in Jugendbüchern. Dass die methodisch anspruchsvolle Erarbeitung der Themen mit Schülern so unterschiedlichen Alters sehr gut gelang,

war vor allem an der außerordentlich entspannten und schönen Atmosphäre spürbar, die während des Projekts im Schulhaus herrschte. In einigen Gruppen wurde vor allem diskutiert, in anderen wurden Plakate gestaltet oder auf dem Schulhof experimentiert, es gab aber auch ganz praktische Erfahrungen. So z.B. in der Gruppe, die sich mit den Verwundungen der Soldaten beschäftigte und ausprobierte, wie es sich anfühlt, sich nur im Rollstuhl fortbewegen zu können. Gemeinsam war allen das gelungene Miteinander der „Kleinen und Großen“, das sich auch in den Ergebnissen zeigte: Bühne und Ausstellung gaben nicht nur einen unterhaltsamen Überblick darüber, was in den anderen Gruppen passiert war, sondern auch über das Neuartige dieses ersten industrialisierten Krieges. Am Ende sind wir uns einig, dass dieses Projekt nicht das letzte stufenübergreifende Projekt an der ESN gewesen sein soll. Vielleicht dauert das nächste sogar einen oder zwei Tage länger.