Tag der offenen Tür 2015

Wenn in der Küche abends noch geschnippelt und gegart wird, die Räume der Naturwissenschaften hell erleuchtet sind und sich im Kunstraum die Neugierigen um gemalte Bäume und andere Kunstwerke sammeln, ist es mal wieder soweit: Eltern und Schüler anderer Schulen haben die Möglichkeit, die ESN von ihrer besten Seite kennenzulernen. Es wird gezeigt, was alles bei uns zu lernen und zu erfahren ist. 

Schülerguides in leuchtend grünen Warnwesten geleiten durch das Schulgebäude und erklären, wo es lang geht. Man trifft aber auch jede Menge Bekannte und Freunde, denn viele der Interessierten kommen durch Empfehlungen, oder sind bereits ESNler und möchten es auch gerne in der nächsten Schulstufe bleiben. Denn es ist ja ein Vorteil, dass hier vom ABC bis zum Abi alles geboten wird.

Künstlerische Werkstatt

Vom 10. bis 13. Februar 2015 fand im Rahmen der Künstlerischen Werkstätten eine Werkstatt zum Thema „Experimentelles Selbstporträt“ an der Evangelischen Schule Neukölln statt. 9 Schülerinnen unseres 10. Jahrgangs und 2 Schülerinnen aus einer 8. Klasse der Röntgenschule fotografierten, malten, zeichneten, collagierten, klebten und nähten mit den vielfältigsten Materialien.

Die Teilnehmerinnen arbeiteten sehr intensiv und selbstständig, um zu einem individuellen Ausdruck ihres Selbstporträts zu gelangen. Hochmotiviert und engagiert arbeiteten sie bis zur letzten Minute und kamen zu sehr überraschenden, humorvollen und ausdrucksstarken Porträts. Es hat Spaß gemacht mit euch zu arbeiten! Oder wie eine Schülerin sagte: „Das war swag!“

Projekttage zum 1. Weltkrieg

Waffen oder Bergpredigt?

Mit diesem Projekt versuchte sich die ESN an einem stufenübergreifenden Vorhaben: In 32 kleinen Workshops beschäftigten sich jeweils 14-15 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7-13 mit einem Thema ihrer Wahl. Gemeinsam sollten sie sich ein möglichst lebendiges Bild von dem 1. Weltkrieg und seinen Folgen erarbeiten und ihre Ergebnisse in Form eines kurzen Bühnenauftritts oder eines Ausstellungsbeitrages präsentieren. Da der Erste Weltkrieg als erster „totaler Krieg“ sämtliche Bereiche der Gesellschaft erfasste und prägte, bestand für jeden Fachbereich unserer Schule die Möglichkeit, sich diesem Thema mit eigenen Fragestellungen zu nähern. Entsprechend vielfältig waren die Workshop-Angebote: Vom Soldatenalltag über expressionistische Malerei, Tanz und Musik bis hin zur Kriegspropaganda in Jugendbüchern. Dass die methodisch anspruchsvolle Erarbeitung der Themen mit Schülern so unterschiedlichen Alters sehr gut gelang,

war vor allem an der außerordentlich entspannten und schönen Atmosphäre spürbar, die während des Projekts im Schulhaus herrschte. In einigen Gruppen wurde vor allem diskutiert, in anderen wurden Plakate gestaltet oder auf dem Schulhof experimentiert, es gab aber auch ganz praktische Erfahrungen. So z.B. in der Gruppe, die sich mit den Verwundungen der Soldaten beschäftigte und ausprobierte, wie es sich anfühlt, sich nur im Rollstuhl fortbewegen zu können. Gemeinsam war allen das gelungene Miteinander der „Kleinen und Großen“, das sich auch in den Ergebnissen zeigte: Bühne und Ausstellung gaben nicht nur einen unterhaltsamen Überblick darüber, was in den anderen Gruppen passiert war, sondern auch über das Neuartige dieses ersten industrialisierten Krieges. Am Ende sind wir uns einig, dass dieses Projekt nicht das letzte stufenübergreifende Projekt an der ESN gewesen sein soll. Vielleicht dauert das nächste sogar einen oder zwei Tage länger.