Union in Fahrt, Hort

Am Freitag, den 28.Februar besuchte uns der 1.FC Union mit zwei Jugendtrainern.
24 Hortkinder der 4.-6.Klassen hatten die Möglichkeit, an einem Training im Rahmen des Projekts “Union in Fahrt” in unserer Sporthalle teilzunehmen.

Gleichzeitig ist dieses Projekt eine Fortbildung für Lehrer und Erzieher und Teil der Nachwuchsförderung des FC Union. Vermittelt wurden in einer 90-minütigen Trainingseinheit Grundtechniken wie Dribbeling, Passen, Ballmitnahme und Torschuss auf spielerische Art und Weise.

Künstlerische Werkstätten der Neuköllner Schulen 2020 an der ESN

How dare you?

An vier Tagen nach den Winterferien konnten sich SchülerInnen aus der 7. und 9. Klasse intensiv mit dem Thema Kunst und Klimawandel auseinandersetzen.

Inspiriert ist die Werkstatt von der bemerkenswerten Kunstaktion des Madrider „Museo del Prado“ und des WWF, das in vier Kunstwerke iberischer Gemälde den Klimawandel miteinbezogen hatte. Anlass war die Klimakonferenz (COP25) im Dezember 2019, denn die veränderten Kunstwerke sollten auf die globale Erwärmung aufmerksam machen und die Folgen der Klimakrise aufzeigen.

So suchten sich in der Werkstatt die SchülerInnen nun auch ein bekanntes Kunstwerk eines Künstlers aus und bezogen auch hier den Klimawandel, Umweltverschmutzung und Naturkatastrophen mit ein.

Zuerst malten und collagierten sie in ihre Vorlagen und probierten aus, fanden Themen, diskutierten, wägten ab und suchten nach einem geeigneten Ausdruck für ihr verändertes Bild. Anschließend übertrugen sie ihre Vorlage auf eine großformatige Leinwand und malten mit viel Ausdauer und hoher Motivation mit wasserlöslichen Öl- und Aquarellfarben ihre Bilder.

Gekrönt wurde die Arbeit mit einer sehenswerten Ausstellung im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt. Dort hängen die beeindruckenden Werke der SchülerInnen nun.

Die Botschaften sind eindeutig:

So brennt der Birkenweg der Villa Liebermann, van Goghs Sternennacht ist überzogen von Löschflugzeugen, Klees Goldfisch ist in einer Plastikflasche gefangen, Monets Seerosenteich und Constables Stonehenge sind vermüllt, Munchs Schrei wird von einem Tornado heimgesucht, Spangenbergs Uferstraße ist überschwemmt, Kirchners Brandenburger Tor steht unter Wasser, der berühmte Wanderer von Caspar David Friedrich blickt nun gedankenverloren in eine zerstörte Landschaft, die die Schneelandschaft von Kayser schmelzen lies.

Miriam Jansen

Videokonferenz und Classroom

Seit Beginn des Schuljahres 19/20 nutzen wir an unserer Schule die Google Suite for Education.
seit der Einführung haben viele Kolleginnen und Kollegen bereits begonnen mit dieser Lösung zu arbeiten und die Vorteile des digitalen Unterrichtens und Lernens  kennengelernt.

Die Corona-Krise und die daraus resultierenden Schulschließung haben uns nun gezwungen, praktisch über ein Wochenende hinweg weitere Potenziale dieser digitalen Lernumgebung zu nutzen.

Mithilfe des virtuellen Klassenraumes (Google Classroom) ist es uns nicht nur möglich, Schülerinnen und Schüler mit Aufgaben zu versorgen, sondern diese auch bei der Bearbeitung in Echtzeit zu begleiten.

Da Aufgaben im digitalen Raum nicht einfach nur Arbeitsblätter enthalten können, sondern auch Videos, Audiodateien und weiterführende Links aus dem Internet, entstehen auf diese Art und Weise ganz neue, oftmals projektartige Fragestellungen.

Aufgaben können geräteunabhängig von Computern, Notebooks, Tablets oder auch dem eigenen Smartphone aus bearbeitet werden.

Ergänzt wird dieses Angebot durch die Zugänge zur Medienplattform “FWU-Mediathek” zu der die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-13 Zugang haben.

Weiterhin ist es möglich, Unterrichtsstunden als Videokonferenz abzuhalten. Auch bei Nachfragen ist dies eine gute Option und ersetzt oftmals das mehrfache Hin- und Herschreiben von E-Mails.

Davon, wie gut Videokonferenzen funktionieren, konnten wir uns als Kollegium bereits selbst überzeugen: Mit über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben wir uns in einer virtuellen Dienstversammlung abgesprochen und damit nicht nur einen guten Beitrag dazu geleistet die Infektionskette zu unterbrechen, sondern auch dafür Sorge getragen, dass unser Schulbetrieb in diesen Zeiten weitergehen kann

Wir bleiben als Kollegium offen und gespannt, wohin uns dieser noch recht neue Weg führen wird und versuchen aus der Not eine Tugend zu machen.

Gospelprojekt, 11. Klassen

– Wie soll ein Schuljahr beginnen? Natürlich mit viel Lernen, damit die Schüler gleich merken, dass es auf das Abitur zugeht.
Puh, wie langweilig!

– Also noch einmal: Wie soll ein Schuljahr beginnen? Natürlich mit viel Spaß, damit die Klassen sich erst einmal kennenlernen und eine Gemeinschaft werden.

– Wie passt beides zusammen?

–> Mit dem Gospelworkshop von John-Francis Hoffmann und David Jeddman, zwei professionellen Musikern.

Von Montag bis Freitag, jeweils von 9.00 bis 13.00 Uhr wurde gelernt (Musik, Religion und Darstellendes Spiel) und gelacht (gute Laune und viel gemeinsamen Spaß).

Am Ende stand ein beeindruckendes Gospelkonzert für Schüler und Eltern, in dem sogar ein neu entdecktes Talent aus der Grundschule sein Können präsentierte.

Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Gospelworkshop!
M. Witt

Besuch aus Brasilien

Am 29. Januar 2020 besuchten uns 12 angehende Deutschlehrer aus Brasilien. Sie sind Studenten des Instituto de Formação de Professores de Língua Alemã (IFPLA) und befanden sich auf einer Rundreise durch Deutschland. Ziel dieser Reise war es Deutschland und dessen Bildungslandschaft kennenzulernen. In drei Gruppen hospitierten die Studenten im Unterricht.

Daneben hielt jede der drei Gruppen in einer Lerngruppe eine Schulstunde zum Thema „Brasilien“. Die angehenden Lehrer aus Brasilien interessierten sich für den jahrgangsübergreifenden Unterricht in unserer Grundschule und das Differenzierungskonzept der Sekundarstufe 1. In einem anschließenden Gespräch mit dem Schulleiter der Evangelischen Schule Neukölln wurde das Schulkonzept der ESN diskutiert.

Teamteaching mit Geige und Bogen

Die Rabenklasse durfte unter fachkundiger Anleitung einen ganzen Schulvormittag die Geige ausprobieren. Spielerisch, in Partnerarbeit, mit viel Fantasie und Bewegung, lernten die Kinder Grundlagen von Haltung und Handhabung kennen. Sie musizierten mit viel Freude auf leeren Saiten zu verschiedenen Rhythmen und Liedern. Klavier, Bodypercussion, Singen und Trommeln ergänzten das Klassenarrangement. Zum Schluss bekam jedes Kind eine Urkunde und durfte am Abschlusskonzert für eine Parallelklasse mitwirken.

Herzlichen Dank an die Kolleginnen Frau Schulze, unsere neue Musiklehrerin, und Frau Gemmeker, Geigenlehrerin von der Musikschule, für die Bereitschaft, diesen Tag mit uns zu gestalten und für ihr zugewandtes Engagement. Dank auch an die Musikschule Paul-Hindemith, die uns einige der Geigen zur Verfügung stellte, sowie an den Förderverein der ESN für die finanzielle Unterstützung.

Die Raben kommentierten den Tag mit: „Das war cool, könnten wir jetzt öfter machen!“

Text: Gabriele Kind, Fotos: Petra Maciejewski

Gedenkstättenfahrt ins KZ Auschwitz

Bericht eines Schülers

Neben den MSA-Prüfungen im Frühjahr steht für jede 10. Klasse im November die Gedenkstättenfahrt an. Für drei bis vier Tage besuchen die Schüler dabei verschiedene Konzentrationslager. Manche Klassen bleiben in Deutschland und besuchen das KZ in Ravensbrück oder Sachsenhausen. Meine Klasse reiste jedoch nach Krakau und wurden durch die Gedenkstätte in Auschwitz geführt.

Im Geschichtsunterricht hatten wir schon mehrere Wochen mit Hilfe einer Stationsarbeit dieses Thema behandelt, aber auch im Religionsunterricht hatten wir das Naziregime als Thema. Wir verfügten also über ein gewisses Vorwissen, als wir in den Bus nach Polen stiegen.

Mit Verspätung kamen wir schließlich in der Stadt an, den unser Bus hatte auf der Fahrt eine Panne gehabt und musste ausgetauscht werden. Deshalb nutzen wir den ersten Abend in unserem Hotel lediglich zur Erholung von den kleinen Turbulenzen.

Am nächsten Morgen saßen wir nach dem Frühstück gegen 8 Uhr erneut im Bus und es dauerte eine knappe Stunde, bis wir die Gedenkstätte Auschwitz erreichten. Die Stimmung unserer gesamten Gruppe war trüb und während der ungefähr dreistündigen Führung durch das Stammlager Auschwitz wechselten wir kaum Worte.

Über dem Eingang des Lagers stehen in großen Lettern die Worte »Arbeit macht frei«. Natürlich hatten meine Klassenkameraden und ich diese schon mehrmals auf Bildern gesehen, dennoch machte es nochmal einen stärkeren Eindruck, diesen Satz nun in der Realität zu sehen. In der Folge wurden wir durch die ehemalige Kaserne geführt, die 1940 von den Nazis zu einem Konzentrationslager umfunktioniert wurde. Wir begutachteten verschiedene Ausstellungen im Inneren der Häuser, in die damals hunderte Juden gepfercht wurden.

In der wohl eindrucksvollsten Ausstellung wurden in riesigen Vitrinen das Hab und Gut, welches die Nazis den gefangenen Juden abgenommen hatten, gezeigt. So lagen hinter einer Glasscheibe eine unüberschaubare Menge Schuh­bürsten und da man uns erzählte, dass damals jede Familie eine solche besaß, war schnell klar, dass jede einzelne dieser Schuhbürsten für eine jüdische Familie stand, die nach Auschwitz deportiert worden war.

Abscheulich war es auch zu sehen, wie sich die Nazis nicht mit dem Besitz der Juden zufriedengaben. Zusätzlich wurden die Menschen geschoren und ihre Haare zum Weben von Teppichen verwendet und auch nach dem Tod rissen die Nazis ihnen ihre Goldzähne heraus.

Uns wurde auch gezeigt, wie Juden bestraft wurden, die nicht den Befehlen folgten. So wurden Juden über die Nacht zu dritt in eine kleine Zelle von einem knappen Quadratmeter gesperrt, in der es unmöglich war, sich von der unmenschlichen Arbeit zu erholen. Am nächsten Morgen wurde sie wieder hinaus zum Arbeiten gelassen, nur um am späten Abend wieder in diese Zelle gehen zu müssen. Die sofortige Exekution war hierbei noch eine gnädige Strafe.

Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Auschwitz II (Birkenau). Der Ort, in dem die Juden systematisch vergast wurden, nachdem die Nazis die »Endlösung der Judenfrage« beschlossen hatten. Das Gelände ist deutlich weitläufiger, als das des Stammlagers und man bemerkt sofort, dass Birkenau systematisch als Konzentrationslager angelegt wurde.

Im Gegensatz zu Auschwitz I ist Birkenau jedoch nicht gut erhalten. Die meisten Holzhütten hatten die Nazis abgerissen, da das Holz gegen Kriegsende knapp wurde und auch die Krematorien hatten sie vor dem Anrücken der Roten Armee zerstört. Niemand sollte Beweise für den begangenen Massenmord vorfinden.

Nach sechs Stunden war die Führung schlussendlich beendet und wir fuhren zu unserem Hotel zurück. Am Abend trafen wir uns nochmal und sprachen über unsere Eindrücke und über die vielen Dinge, die uns während der Führung erzählt wurden. Alle von uns waren überzeugt davon, dass es wichtig ist, eine solche Gedenkstätte zu besuchen, um zu sehen, welche schrecklichen Verbrechen die Nazis begangen haben und um zu verhindern, dass so etwas erneut passiert.

KiKA LIVE Adventsshow 2019

„Unser Chor ist ein Team, denn so singt man in Berlin“ klang es schon auf der Busfahrt nach Erfurt in das KiKA-Studio zu unserem Auftritt in der KiKA LIVE Adventsshow. 23 Schüler und Schülerinnen unseres Junior-Chors der Klassen 5, 6 und 8 freuten sich seit Wochen auf dieses große und spannende Ereignis. Aus über 250 Kinderchören in Deutschland wurde unser Junior-Chor unter der Leitung von Herrn Bohuszewicz als einer von drei Finalisten für die KiKA LIVE Adventsshow ausgewählt. Schon zwei Wochen vor dem Liveauftritt besuchte uns der Moderator Ben mit seinem KiKA LIVE-Fernsehteam in der ESN, um einen Teaser zu drehen. Und sogleich brachte Ben uns die erste Aufgabe mit: „Schreibt mal einen Weihnachtsrap!“. Sofort machten sich Liv (8c), Marieke (9c), Henri (5a), Joshua (5b) und Kyota (5a) an die Arbeit: texten, rappen und tanzen! Marieke und Liv bekamen zusätzlich die Aufgabe, uns in den Spielen gegen die anderen Chöre in der Livesendung zu vertreten.

Am Morgen des 06.12.2019 ging die Reise für uns Fünft- und Sechstklässler dann los, ab in den Bus Richtung Erfurt. Zur ersten Probe im Fernsehstudio angekommen trafen wir auf Marieke (9c) und Liv (8c), die sich bereits mit dem KiKA LIVE-Team bekannt gemacht haben und sich mit unserer prominenten Unterstützung Johanna Klum auf die Spiele in der Livesendung vorbereiteten. Außerdem trafen wir im Studio auf Checker Tobi und den Skirennläufer Felix Neureuther. Endlich lernten wir nun auch die anderen Chöre aus Speyer und Wernigerode kennen, mit denen wir ganz schnell noch unser Schlusslied der Sendung probten.

Doch kaum war der letzte Ton der Probe verklungen, sprangen wir schon in unseren Bus, um zum Abendessen in unsere Jugendherberge nach Weimar zu fahren. Dort hieß es: schnell essen, umziehen und mit dem Bus wieder zurück ins Fernsehstudio nach Erfurt.

Und schon saßen wir in unseren bunten Schul-T-Shirts mit Nikolausmützen wieder im Studio und wurden vom KiKA LIVE-Team auf die Sendung eingestimmt. Schon nach den ersten beiden Spielrunden lag die ESN vorne und wir waren gespannt auf die Aufgabe, die den Besuchern des Rixdorfer Weihnachtsmarktes gestellt wurde. Bei der ersten Lifeschalte konnten wir bekannte Gesichter erkennen, die uns von Berlin aus unterstützten: Ein Lebkuchenmann sollte gestaltet werden. Während unsere Unterstützer auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt die Aufgabe lösten, trat im Studio Tim Bendzko auf. Viele weitere Spiele, bei denen wir uns gut behaupteten, sorgten für eine Menge Spaß und Spannung, wobei unsere Lehrerin Frau Schulze, unser Chorleiter Herr Bohuszewicz und unser Schulleiter Herr Knauer-Huckauf im Studio mit uns mitfieberten. In einem großen Finale stimmten alle Chöre das Lied „Süßer die Glocken nie klingen“ an. Die Stimmung war unbeschreiblich! Wir spürten nun, dass unsere Mühe, die Proben und die Aufregung sich gelohnt haben.

Voller Freude und Emotionen und mit tausenden neuen Eindrücken machten wir uns auf den Rückweg in die 30 Minuten entfernte Jugendherberge in Weimar. Was für ein Tag!

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen führte uns eine von unseren Lehrern organisierte Stadttour vorbei an Goethes Wohnhaus, der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, dem Weimarer Stadtschloss, dem Schillerhaus, dem Bachhaus am Weimarer Markt und dem Deutschen Nationaltheater mit dem bekannten Goethe-Schiller-Denkmal. Nun atmeten wir durch und genossen diese wunderschöne Stadt mit ihren vielen alten Gebäuden.

Mit vielen neuen Eindrücken konnten wir uns nun auf den Weg zurück nach Berlin machen. Das waren zwei Städte und ein Liveauftritt innerhalb von 24 Stunden! Wir sind sehr stolz auf das, was wir erreicht haben und sind schon gespannt auf unsere nächsten Projekte …

Raben bei Remondis

Die Rabenklasse konnte die Papiersortieranlage Remondis an der Lahnstraße mit seinen vielen Fahrzeugen und Maschinen besichtigen. Hier wird jedes Jahr so viel Papier verwertet, dass man für die gleiche Menge Neupapier den gesamten Grunewald abholzen müsste. Zuerst saßen wir im Konferenzraum und wurden mit Saft, Kaffee und einem kleinen Vortrag sehr freundlich begrüßt. Danach ging es raus:
Für einen Moment standen alle Motoren für uns still und wir durften mit Sicherheitswesten hochklettern in das große Werk.
Dann wurden die Maschinen wieder eingeschaltet und wir standen mitten zwischen Fließbändern und Baggern mit jeder Menge Papier. Trotz der ausgefeilten Technik standen am Ende der Sortierarbeit noch drei Männer, die in Handarbeit Reste aussortierten. Danach wurde das Papier zu großen Würfeln gepresst, wovon einer so viel wiegt wie ein mittlerer PKW.
Ein beeindruckender Besuch!
Text: G. Kind und Rabenkinder  Fotos: G.Kind/ H.Vagt

Besuch aus Finnland

Besuch am 27.11.19 aus der finnischen Stadt Vantaa (nahe Helsinki) von 16 Lehrkräften, die sich ein Bild von der Arbeit an unserer Schule machen wollten und beeindruckt waren.