Gedenkstättenfahrt ins KZ Auschwitz

Bericht eines Schülers

Neben den MSA-Prüfungen im Frühjahr steht für jede 10. Klasse im November die Gedenkstättenfahrt an. Für drei bis vier Tage besuchen die Schüler dabei verschiedene Konzentrationslager. Manche Klassen bleiben in Deutschland und besuchen das KZ in Ravensbrück oder Sachsenhausen. Meine Klasse reiste jedoch nach Krakau und wurden durch die Gedenkstätte in Auschwitz geführt.

Im Geschichtsunterricht hatten wir schon mehrere Wochen mit Hilfe einer Stationsarbeit dieses Thema behandelt, aber auch im Religionsunterricht hatten wir das Naziregime als Thema. Wir verfügten also über ein gewisses Vorwissen, als wir in den Bus nach Polen stiegen.

Mit Verspätung kamen wir schließlich in der Stadt an, den unser Bus hatte auf der Fahrt eine Panne gehabt und musste ausgetauscht werden. Deshalb nutzen wir den ersten Abend in unserem Hotel lediglich zur Erholung von den kleinen Turbulenzen.

Am nächsten Morgen saßen wir nach dem Frühstück gegen 8 Uhr erneut im Bus und es dauerte eine knappe Stunde, bis wir die Gedenkstätte Auschwitz erreichten. Die Stimmung unserer gesamten Gruppe war trüb und während der ungefähr dreistündigen Führung durch das Stammlager Auschwitz wechselten wir kaum Worte.

Über dem Eingang des Lagers stehen in großen Lettern die Worte »Arbeit macht frei«. Natürlich hatten meine Klassenkameraden und ich diese schon mehrmals auf Bildern gesehen, dennoch machte es nochmal einen stärkeren Eindruck, diesen Satz nun in der Realität zu sehen. In der Folge wurden wir durch die ehemalige Kaserne geführt, die 1940 von den Nazis zu einem Konzentrationslager umfunktioniert wurde. Wir begutachteten verschiedene Ausstellungen im Inneren der Häuser, in die damals hunderte Juden gepfercht wurden.

In der wohl eindrucksvollsten Ausstellung wurden in riesigen Vitrinen das Hab und Gut, welches die Nazis den gefangenen Juden abgenommen hatten, gezeigt. So lagen hinter einer Glasscheibe eine unüberschaubare Menge Schuh­bürsten und da man uns erzählte, dass damals jede Familie eine solche besaß, war schnell klar, dass jede einzelne dieser Schuhbürsten für eine jüdische Familie stand, die nach Auschwitz deportiert worden war.

Abscheulich war es auch zu sehen, wie sich die Nazis nicht mit dem Besitz der Juden zufriedengaben. Zusätzlich wurden die Menschen geschoren und ihre Haare zum Weben von Teppichen verwendet und auch nach dem Tod rissen die Nazis ihnen ihre Goldzähne heraus.

Uns wurde auch gezeigt, wie Juden bestraft wurden, die nicht den Befehlen folgten. So wurden Juden über die Nacht zu dritt in eine kleine Zelle von einem knappen Quadratmeter gesperrt, in der es unmöglich war, sich von der unmenschlichen Arbeit zu erholen. Am nächsten Morgen wurde sie wieder hinaus zum Arbeiten gelassen, nur um am späten Abend wieder in diese Zelle gehen zu müssen. Die sofortige Exekution war hierbei noch eine gnädige Strafe.

Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Auschwitz II (Birkenau). Der Ort, in dem die Juden systematisch vergast wurden, nachdem die Nazis die »Endlösung der Judenfrage« beschlossen hatten. Das Gelände ist deutlich weitläufiger, als das des Stammlagers und man bemerkt sofort, dass Birkenau systematisch als Konzentrationslager angelegt wurde.

Im Gegensatz zu Auschwitz I ist Birkenau jedoch nicht gut erhalten. Die meisten Holzhütten hatten die Nazis abgerissen, da das Holz gegen Kriegsende knapp wurde und auch die Krematorien hatten sie vor dem Anrücken der Roten Armee zerstört. Niemand sollte Beweise für den begangenen Massenmord vorfinden.

Nach sechs Stunden war die Führung schlussendlich beendet und wir fuhren zu unserem Hotel zurück. Am Abend trafen wir uns nochmal und sprachen über unsere Eindrücke und über die vielen Dinge, die uns während der Führung erzählt wurden. Alle von uns waren überzeugt davon, dass es wichtig ist, eine solche Gedenkstätte zu besuchen, um zu sehen, welche schrecklichen Verbrechen die Nazis begangen haben und um zu verhindern, dass so etwas erneut passiert.

KiKA LIVE Adventsshow 2019

„Unser Chor ist ein Team, denn so singt man in Berlin“ klang es schon auf der Busfahrt nach Erfurt in das KiKA-Studio zu unserem Auftritt in der KiKA LIVE Adventsshow. 23 Schüler und Schülerinnen unseres Junior-Chors der Klassen 5, 6 und 8 freuten sich seit Wochen auf dieses große und spannende Ereignis. Aus über 250 Kinderchören in Deutschland wurde unser Junior-Chor unter der Leitung von Herrn Bohuszewicz als einer von drei Finalisten für die KiKA LIVE Adventsshow ausgewählt. Schon zwei Wochen vor dem Liveauftritt besuchte uns der Moderator Ben mit seinem KiKA LIVE-Fernsehteam in der ESN, um einen Teaser zu drehen. Und sogleich brachte Ben uns die erste Aufgabe mit: „Schreibt mal einen Weihnachtsrap!“. Sofort machten sich Liv (8c), Marieke (9c), Henri (5a), Joshua (5b) und Kyota (5a) an die Arbeit: texten, rappen und tanzen! Marieke und Liv bekamen zusätzlich die Aufgabe, uns in den Spielen gegen die anderen Chöre in der Livesendung zu vertreten.

Am Morgen des 06.12.2019 ging die Reise für uns Fünft- und Sechstklässler dann los, ab in den Bus Richtung Erfurt. Zur ersten Probe im Fernsehstudio angekommen trafen wir auf Marieke (9c) und Liv (8c), die sich bereits mit dem KiKA LIVE-Team bekannt gemacht haben und sich mit unserer prominenten Unterstützung Johanna Klum auf die Spiele in der Livesendung vorbereiteten. Außerdem trafen wir im Studio auf Checker Tobi und den Skirennläufer Felix Neureuther. Endlich lernten wir nun auch die anderen Chöre aus Speyer und Wernigerode kennen, mit denen wir ganz schnell noch unser Schlusslied der Sendung probten.

Doch kaum war der letzte Ton der Probe verklungen, sprangen wir schon in unseren Bus, um zum Abendessen in unsere Jugendherberge nach Weimar zu fahren. Dort hieß es: schnell essen, umziehen und mit dem Bus wieder zurück ins Fernsehstudio nach Erfurt.

Und schon saßen wir in unseren bunten Schul-T-Shirts mit Nikolausmützen wieder im Studio und wurden vom KiKA LIVE-Team auf die Sendung eingestimmt. Schon nach den ersten beiden Spielrunden lag die ESN vorne und wir waren gespannt auf die Aufgabe, die den Besuchern des Rixdorfer Weihnachtsmarktes gestellt wurde. Bei der ersten Lifeschalte konnten wir bekannte Gesichter erkennen, die uns von Berlin aus unterstützten: Ein Lebkuchenmann sollte gestaltet werden. Während unsere Unterstützer auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt die Aufgabe lösten, trat im Studio Tim Bendzko auf. Viele weitere Spiele, bei denen wir uns gut behaupteten, sorgten für eine Menge Spaß und Spannung, wobei unsere Lehrerin Frau Schulze, unser Chorleiter Herr Bohuszewicz und unser Schulleiter Herr Knauer-Huckauf im Studio mit uns mitfieberten. In einem großen Finale stimmten alle Chöre das Lied „Süßer die Glocken nie klingen“ an. Die Stimmung war unbeschreiblich! Wir spürten nun, dass unsere Mühe, die Proben und die Aufregung sich gelohnt haben.

Voller Freude und Emotionen und mit tausenden neuen Eindrücken machten wir uns auf den Rückweg in die 30 Minuten entfernte Jugendherberge in Weimar. Was für ein Tag!

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen führte uns eine von unseren Lehrern organisierte Stadttour vorbei an Goethes Wohnhaus, der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, dem Weimarer Stadtschloss, dem Schillerhaus, dem Bachhaus am Weimarer Markt und dem Deutschen Nationaltheater mit dem bekannten Goethe-Schiller-Denkmal. Nun atmeten wir durch und genossen diese wunderschöne Stadt mit ihren vielen alten Gebäuden.

Mit vielen neuen Eindrücken konnten wir uns nun auf den Weg zurück nach Berlin machen. Das waren zwei Städte und ein Liveauftritt innerhalb von 24 Stunden! Wir sind sehr stolz auf das, was wir erreicht haben und sind schon gespannt auf unsere nächsten Projekte …

Raben bei Remondis

Die Rabenklasse konnte die Papiersortieranlage Remondis an der Lahnstraße mit seinen vielen Fahrzeugen und Maschinen besichtigen. Hier wird jedes Jahr so viel Papier verwertet, dass man für die gleiche Menge Neupapier den gesamten Grunewald abholzen müsste. Zuerst saßen wir im Konferenzraum und wurden mit Saft, Kaffee und einem kleinen Vortrag sehr freundlich begrüßt. Danach ging es raus:
Für einen Moment standen alle Motoren für uns still und wir durften mit Sicherheitswesten hochklettern in das große Werk.
Dann wurden die Maschinen wieder eingeschaltet und wir standen mitten zwischen Fließbändern und Baggern mit jeder Menge Papier. Trotz der ausgefeilten Technik standen am Ende der Sortierarbeit noch drei Männer, die in Handarbeit Reste aussortierten. Danach wurde das Papier zu großen Würfeln gepresst, wovon einer so viel wiegt wie ein mittlerer PKW.
Ein beeindruckender Besuch!
Text: G. Kind und Rabenkinder  Fotos: G.Kind/ H.Vagt

Besuch aus Finnland

Besuch am 27.11.19 aus der finnischen Stadt Vantaa (nahe Helsinki) von 16 Lehrkräften, die sich ein Bild von der Arbeit an unserer Schule machen wollten und beeindruckt waren.

Ben vom KiKA besuchte die ESN

Der KiKA-Life-Moderator Ben besuchte den Juniorchor der ESN. Grund war, dass unser Chor an der großen KiKA-Adventshow teilnimmt. Schul-, Jugend- und Kirchenchöre, konnten sich für die Teilnahme an der Liveshow bewerben. Der Junior-Chor der Evangelischen Schule Neukölln, der Kinderchor des Landesgymnasiums für Musik Wernigerode und der Mädchenchor am Dom zu Speyer können sich nun am 6. Dezember in verschiedenen Xmas-Challenges beweisen. Es sind nicht nur musikalisches Talent und Kreativität gefragt, sondern auch Schnelligkeit, Geschick und Teamwork. Den Adventsshow-Gewinner*innen winkt ein Zuschuss zur Chorkasse. Die drei Chöre schicken jeweils zwei Teilnehmende ins Rennen. Unterstützung erhalten sie von Ski-Star Felix Neureuther, „Dein Song“-Moderatorin Johanna Klum (ZDF) und Tobias Krell alias „Checker Tobi“ (BR).

In sieben Runden müssen die Teams möglichst viele Punkte erspielen und auch die Zuschauer*innen zu Hause überzeugen. Diese können zum Beispiel beim Advents-Rap-Battle für ihre Favoriten auf kika.de voten.

Bei einer Challenge sind auch per Live-Schalte die Heimatstädte der Chöre gefragt. Die Besucher*innen des Rixdorfer Weihnachtsmarktes können am 6.12.2019 zwischen 19.30 und 21.00 Uhr die Schülerinnen und Schüler der ESN vor Ort unterstützen.

Bereits im Vorfeld der Show, am 2. Dezember um 20:00 Uhr, werden bei „KiKA LIVE“ die teilnehmenden Chöre vorgestellt und sie erhalten von Jess und Ben die erste Aufgabe für die Show.

Siegerin des Vorlesewettbewerbs

Zunächst gewann Minste den Vorlesewettbewerb der 4. Klassen und verteidigte dann ihren Titel auf dem Bezirkswettbewerb 2019. Dort traten 28 Gewinner(innen) aus dem gesamten Bezirk gegeneinander an. Weil die Entscheidung nicht eindeutig zu treffen war, vergab die Jury den ersten Platz erstmalig an drei Kinder.

Dies war besonders auf das extrem hohe Leseniveau der Kinder zurückzuführen, wie die Jury bei der Siegerverkündung betonte. Minste ist somit nicht nur die beste Leserin der vierten Klassen unserer Schule, sondern eine der besten Leserinnen aus ganz Neukölln! Wir gratulieren!

Bunte Kuh

Am Freitag, den 27.09.2019 war es wieder so weit, der Startschuss für den Staffellauf um die bunte Kuh fiel um 10 Uhr. Zahlreiche Läufer von Schulen aus Neukölln nahmen an dem 1500-Meter-Lauf der Otto-Hahn-Schule teil. Jeder Schüler musste diese Strecke um die bunte Kuh herum absolvieren, bevor der Stab weitergegeben werden durfte.

Wir waren mit dabei und gratulieren herzlich den zwölf Läufern aus den Klassen 6a und 6b, welche sich gegen neun weitere Grundschulen siegreich durchgesetzt haben und den dritten Platz belegten. 

Deine Vision im Himmel über Berlin

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls beteiligten sich 100 Schülerinnen und Schüler sowie Beschäftigte der Evangelischen Schule Neukölln an einer großen Kunstinstallation, organisiert von “Kulturprojekte Berlin”. Unter dem Motto “Deine Vision im Himmel über Berlin” diskutierten und beschäftigten sie sich mit den Fragestellungen: Was sind deine Visionen? Was sind deine Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft?

In Anlehnung an die Demonstrationstransparente der Friedlichen Revolution wurden auf farbigen Bändern Wünsche und Botschaften notiert. Diese werden nun gemeinsam mit ca. 30 000 Botschaften in ein sogenanntes Skynet eingewebt, für das der Künstler Patrick Shearn von “Poetic Kinetics” weltweit bekannt ist. Ab dem 04. November 2019 wird die Kunstinstallation während der Festivalwoche über der Straße des 17. Juni schweben. Am Abend des 9. November bildet sie dann die Kulisse für die große Bühnenshow am Brandenburger Tor.

Lehrerinnen machten Theater

Theaterhaus Mitte, seit Oktober 2018, dienstags 17 Uhr: hier trafen sie sich. Es wurde gespielt, geprobt, verworfen, kritisiert, improvisiert … und viel gelacht.

Wechselnde Warm-Ups, mit reichlich Bewegung, halfen den Alltag draußen zu lassen und sich für 2 Stunden auf die Situation sowie die Wahrnehmung von Raum und Mitspielenden zu konzentrieren. Mit Einfühlungsvermögen, Geduld und einem schier unerschöpflichen Ideenreichtum motivierte die Theaterpädagogin Katrin Weigel die Bühnenneulinge zum Eintauchen in diverse Szenarien.

Mal bildeten Körperhaltung und Körpersprache, dann wieder das Experimentieren mit Sprache und Stimme die Herausforderung. Die Gruppe aus Lehrenden der ESN und anderer Schulen machten die besondere Erfahrung, sich allein oder in Partner- und Gruppensituationen, auf spontan formulierte Rollen und Regeln einlassen zu können. Der Fantasie und der Spielfreude waren keine Grenzen gesetzt, im Gegenteil.

Eine wohltuende und lebendige Fortbildung, die gern 2019 mit neuen Teilnehmenden fortgesetzt werden will.

Text: Gabriele Kind